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iOS vs. Android

Screenshot 2: iOS Verbleibende Lesezeit: 5 Minuten

Welches ist wohl das bessere mobile Betriebssystem? Android von Google oder iOS von Apple. Ich habe mir die Frage gestellt, nachdem ich nun gut zweieinhalb Jahre iPhone-User bin. Bildet Euch selbst eine Meinung in meinem neuesten Artikel. Ich habe die Betriebssysteme Windows Phone und Symbian nicht vergessen, ich denke aber, dass sich diese beiden Betriebssysteme zukünftig nicht am Markt halten werden. Auch die Tatsache, dass sich Nokia für Windows Phone entschieden hat, wird daran meiner Meinung nach nichts ändern.

Nachdem ich nun seit zweieinhalb Jahren begeisterter iPhone-User bin habe ich mir nun einmal Android näher angeschaut.

Sicherlich ist Android kein schlechtes Betriebssystem, aber dennoch komme ich zu dem Schluss, dass ich mit meinem iPhone 4S und iOS die bessere Wahl getroffen habe.

Warum das so ist? Es gibt zwei meiner Meinung nach gravierende Gründe, die gegen Android sprechen. Das ist zum einen die Update-Politik, zum zweiten die Speicherverwaltung von Android.

Kommen wir als erstes zum Thema Updates:

Generell halte ich meine Software aktuell, sei es zu hause auf dem PC wie auch auf dem Handy. Mit iOS ist das kein Problem. In der Regel synchonisiere ich mein iPhone ein- bis zweimal im Monat mit iTunes. Wird dabei ein Firmware-Update gefunden aktualisiere ich mein iPhone entweder gleich per iTunes oder eben später über WLAN und mein Gerät ist stets auf dem aktuellsten Stand der Technik. Bei Apple kommt sowohl die Hardware wie auch die Software aus einem Hause und alles beides ist einwandfrei aufeinander abgestimmt. Gerade wurde auf der WWDC in San Francisco für den kommenden Herbst iOS 6 angekündigt, und selbst das alte iPhone 3GS wird von diesem Software-Update noch profitieren und gehört somit trotz seines Alters von gut 3 Jahren auch in naher Zukunft noch nicht zum alten Eisen.

Im Gegensatz zu Apple sieht es dagegen bei Android in Sachen Updates meines Erachtens nach eher katastrophal aus. Der Grund: Android wird von Google entwickelt, die Hardware jedoch von unzähligen Handyherstellern. Und die Hersteller der Handys möchten sich allesamt, obwohl sie alle das gleiche Betriebssystem verwenden, in Sachen Bedienung und Design voneinander abheben. Daher basteln die Hersteller alle fleißig an Android herum, ergänzen es mit neuen Benutzeroberflächen etc.

Der Dumme dabei ist letzten Endes der Nutzer, denn durch die Anpassungen kann man mal nicht so eben sein Android-Betriebssystem updaten, wenn Google eine neue Version freigibt, sondern man ist darauf angewiesen, dass auch der Handyhersteller diese Version noch für das Handy verfügbar macht, denn prinzipiell sieht es bei Android wie folgt aus:

Google gibt eine neue Android-Version frei
Die Handyhersteller prüfen, welches ihrer Modelle die Android-Version noch erhalten soll und passen das Betriebssystem an diese Geräte an
Die Provider prüfen dann ebenfalls, ob die gebrandeten Geräte dieser Version noch erhalten sollen und nehmen Anpassungen vor

Bis ein Handy also eine neues Android-Update bekommt, können also mehrere Monate vergehen. Zudem kann es vorkommen, dass ein gebrandetes Handy des Providers A noch ein Update bekommt, dem Provider B z.B. aber die Kosten für die Anpassung zu aufwendig sind und er sein Handy des gleichen Typs nicht mehr mit einem Update versieht.

Hinzu kommt dann auch noch, dass die Hersteller ihre eigenen Geräte gar nicht allzu lange mit Updates versorgen, da ist Apple schon echt eine Ausnahme mit dem iPhone 3GS. Als Beispiel für Android möchte ich hier das Sony Ericsson Xperia X-10 mini anführen:

Dieses Gerät kam im Jahre 2010 mit dem Betriebssystem Android 1.6 auf den Markt, es wurde bis Android 2.2 mit Updates versorgt, dann war leider Schluss. In 2011 veröffentlichte Sony das Nachfolgemodell Xperia mini, es erschien mit Android 2.3 und wird derzeit gerade nach und nach auf Android 4.0.4 upgedatet und ist damit auf dem aktuellsten Andoid-Stand.
Wer nun aber noch das X-10 mini sein Eigen nennt, guckt in Sachen Updates wohl in die Röhre, und dass, obwohl das Handy hier und da bei Händlern noch angeboten wird.

Dies ist eine Sache, die auch die Fachzeitschrift „Connect“ kritisiert und hier müsste unbedingt nachgebessert werden. Z.B. sind jetzt auch Sicherheitslücken im Android-Betriebssystem aufgetreten. Diese würden sich leicht mit einem Update schließen lassen, wenn die Hersteller ihre Geräte aber nicht mehr unterstützen, bleibt der Kunde am Ende auf der Strecke und wird so recht leicht ein Opfer für Hackerangriffe oder ähnliches.

Der zweite Aspekt, der meiner Meinung nach gegen Android spricht, ist der Umgang mit dem Speicher.

Beim iPhone ist es hier wieder recht einfach, man sucht sich das Gerät nach der Speichergröße aus. Ich habe mich für die Variante mit 64 GB Speicher entschieden, das sollte ausreichen. Mein Vorgängergerät hatte 32 GB Speicher, in 2 Jahren habe ich gerade mal 16 GB gefüllt und sicherlich könnte auch das ein oder andere zwischenzeitlich gelöscht werden. Den Speicher nutzt das iPhone sowohl für Apps, Musik und auch sonstige Daten. Ist der Speicher voll, muss man sich von irgendwas trennen.

Bei Android sind die Geräte ebenfalls mit einem internen Speicher ausgestattet, dieser ist, gerade bei Einstiegsgeräten, relativ gering, kann dann aber mit einer Speicherkarte aufgerüstet werden. Prinzipiell ist man mit dieser Lösung natürlich flexibler, wenn denn Android mit dem Speicher auch entsprechend umgehen könnte.

Von meinem alten Nokia kenne ich es noch, man wurde bei Installation einer Anwendung gefragt, ob man diese auf den internen Telefonspeicher oder auf die Speicherkarte installieren wollte. Bei Android sollte man meinen, ginge dies auch, aber weit gefehlt. Android speichert, auch mit Version 4.0 Ice Cream Sandwich, alle Apps in den internen Telefonspeicher, ich habe bisher keine Möglichkeit gefunden, dies anders einzustellen. Und der interne Speicher ist definitiv irgendwann einmal voll! Dies merkt man in der Regel erst dann, wenn man im PlayStore eine App käuflich erworben hat, und das Handy beim download dann feststellt, dass der Speicher zum downloaden und installieren der App nicht ausreicht. Hier ist es dann von Vorteil, dass man innerhalb von 15 min. nach dem Kauf diesen gleich im PlayStore wieder stornieren kann 🙂

Hat man Android ab Version 2.3 installiert, ist das Problem nicht ganz so groß, denn ab Android 2.3 ist das Feature „App2SD“ enthalten. Hiermit ist es möglich, installierte Apps vom Telefonspeicher auf die Speicherkarte zu verschieben. Wie bereits erwähnt, kann man das aber nicht gleich als Voreinstellung festlegen, zudem lassen sich nicht alle Apps vom Telefonspeicher auf die Speicherkarte verschieben. Google Maps ist beispielsweise so ein Kandidat, der sich im Telefonspeicher einnistet und sich nicht auf die Speicherkarte verschieben lässt.

Das verschieben einer App ist recht einfach zu bewerkstelligen, man geht über „Einstellungen“, „Anwendungen“, „Anwendungen verwalten“ in das Menü, sucht die entsprechende App aus und wählt den Button „auf SD-Karte verschieben“, sofern dieser nicht inaktiv dargestellt ist. Das verschieben der App erledigt Android automatisch für Sie, es dauert eventl. je nach Größe der Anwendung ein paar Sekunden. Hinterher ändert sich die Darstellung des zuvor gedrückten Buttons in „auf Telefon verschieben“. Sie hätten nun also auch die Möglichkeit, die App wieder zurück in den Telefonspeicher zu verschieben.

Mit dieser Methode können Sie jede einzelne App auf die Speicherkarte verschieben, was dann erstmal ein Weilchen dauert. Ist das Telefon soweit aufgeräumt, empfiehlt es sich, jede neu installierte App gleich auf die SD-Karte zu verschieben.

Als Fazit kann ich sagen: Android steckt doch noch in den Kinderschuhen, es gibt einige Probleme die noch gelöst werden können. Und das wird Google nicht alleine schaffen, sondern nur in Zusammenarbeit mit den Herstellern und Providern. Dennoch halte ich Android für das konkurrenzfähigste Betriebssystem zu iOS. Und ich denke, über kurz oder lang werden nur noch diese beiden Handybetriebssysteme den Markt dominieren.

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